Zitate

Gottes Liebe mitteilen

Franz von Assisi sagt:

Weißt du nicht, dass jeder der dir im Laufe des Tages begegnet, in dir etwas von der Liebe Gottes sehen soll?

Ist so etwas überhaupt möglich? Ja, aber nicht dadurch, dass man sich anstrengt und abmüht, sondern nur dadurch, dass man die “Vorhänge” des Herzens offen lässt, damit das Licht des Heiligen Geistes hinein dringen kann.

~ Corrie ten Boom (in Dies ist der Tag)

Liebevolle Umarmung

Passend zum heutigen Tagesheiligen, ein Zitat von seinem Namensvetter Nikolaus von Kues:

All meine Bemühungen gelten dir, weil all deine Bemühungen mir gelten. All meine Blicke sind auf dich gerichtet und niemals wende ich meine Augen ab von dir, weil du mich mit deinem unbeirrbaren Blick umfängst. Dir allein gilt meine ganze Liebe, weil du, der du doch die Liebe selbst bist, dich ganz und gar mir zugewandt hast. Und was, Herr, ist mein Leben, wenn nicht die liebevolle Umarmung, mit der du mich festhältst.

Vom Sehen Gottes. Ein Buch mystischer Betrachtung: Nikolaus von Kues

The Vision of God: Nicholas of Cusa,

Shalom

Shalom

Das hebräische Wort “Schalom” wird in der Bible oft übersetzt mit Vollkommenheit, Gesundheit, Wohlergehen, Ruhe, Stille, Frieden, Zufriedenheit, gute menschliche Beziehungen, Freundschaft mit Gott durch den Bund, Abwesenheit von Krieg und Konflikt.
Jim Wilder definiert es so:

Schalom bedeutet wenn alles im richtigen Verhältnis ist, zur richtigen Zeit, am richtigen Platz, in der richtigen Stärke und im richtigen Ausmaß für Gott und Menschen … und niemand hat das Bedürfnis, irgendetwas daran zu ändern.

Geduld mit sich selbst

Sei geduldig mit allen,

aber vor allem mit dir selbst.

Ich meine, sei nicht entmutigt durch deine Unvollkommenheiten,

sondern stelle dich ihnen mit neuem Mut.

Wie können wir geduldig sein im Umgang mit den Fehlern unserer Nachbarn,

wenn wir ungeduldig sind im Umgang mit unseren eigenen?

Wer sich über sein eigenes Versagen aufregt, wird es nicht korregieren können.

Alle hilfreiche Korrektur kommt aus einem ruhigen, friedlichen Geist.

- St. Francis de Sales

Glaube Angewendet

Xavier Naidoo, Sänger:

“Ich bin einfach nur da, um Gott zu loben, ihn täglich zu suchen und zu finden”

Mutter Theresa:

“Beten macht das Herz weit, bis es so groß ist, dass es Gottes Geschenk, nämlich ihn selbst, in sich aufnehmen kann”

Isaac Newton, Mathematiker und Philosoph:

“Wer nur halb nachdenkt, der glaubt an keinen Gott; wer aber richtig nachdenkt, der muss an Gott glauben.”

(gefunden im neuesten Alpha Österreich Newsletter Juli 09)

Gut oder Böse?

Gut oder Böse?

Die folgenden Zitate sind Teil eines Gespräches im Buch „Die Hütte” die ich absichtlich ausgelassen habe im letzten Blogpost (Augen die sehen).

Gott erklärt Mac dort, warum unsere Parameter für die Entscheidung was gut ist und was schlecht (oder böse) ist, häufig falsch sind.

“Böse ist ein Wort, das wir verwenden, um die Abwesenheit des Guten zu beschreiben, so wie wir das Wort ‘Dunkelheit’ benutzen, um die Abwesenheit des Lichtes zu beschreiben, oder ‘Tod’, um die Abwesenheit von Leben. Sowohl Böse wie auch die Dunkelheit kann man nur in Relation zu dem Licht und dem Guten begreifen; sie besitzen keine wirkliche Existenz. Ich bin Licht, und ich bin gut. Ich bin Liebe, und in mir gibt es keine Dunkelheit. Das Licht und das Gute exisiteren wirklich. Wenn du dich also vor mir verschliesst, stürzt du dich damit selbst in die Dunkelheit. Wenn du dich für unabhängig erklärst, wird dadurch zwangsläufig Böses entsstehen, denn getrennt von mir kanns tu dich nur auf dich selbst stützen. Das ist der Tod, denn du hast dich von mir getrennt: dem Leben.” (pp. 155-156)

Ich habe viel darüber nachgedacht und fand es sehr hilfreich. Solange wir zwischen Gut und Böse basierend auf unseren subjektiven Gefühlen und Wahrnehmung entscheiden, werden wir oft daneben hauen und nicht merken, dass “böse” Dinge “gut” für uns sein können. Das wird im Gegenzug unser Vertrauen in Gott untergraben. Nur wenn wir begreifen, dass Gottes Gegenwart Dinge gut macht und seine Abwesenheit Dinge schlecht oder böse macht, dann können wir verstehen, dass “in manchen Fällen das Gute darin bestehen kann, Krebs zu bekommen oder sein gesamtes Vermögen zu verlieren – oder sogar das Leben.”

Es sind oft Probleme, die uns in Gottes Gegenwart treiben, unseren Charakter formen und uns in sein Ebenbild verwandeln. Leider scheinen die schwierigen Zeiten oft das einzige zu sein, wodurch wie lernen und Veränderung erleben.

Das wirft auch ein anderes Licht auf unser Bestreben nach Unabhängigkeit. Von Gott unabhängig zu sein, bedeutet vom Weinstock getrennt zu sein. Wir sind berufen in ihm zu bleiben, an ihm zu bleiben, mit ihm verbunden zu bleiben, weil wir ohne ihn nichts tun können (Joh. 15,5). Eine sehr bekannte Bibelstelle, aber wie oft gelingt es uns, das in die Praxis umzusetzen?

Was heißt es, das zu praktizieren?

Hier ist was Mac von Gott zu diesem Thema gesagt bekam:

„Du musst aufhören auf dein Recht zu bestehen, Gut und Böse selbst zu definieren. Das zu schlucken ist wirklich ein harter Brocken. Du must dich entscheiden, ganz und ausschliesslich in mir zu leben. Das kannst du nur, wenn du mich gut genug kennst, um mir zu vertrauen und zu lernen, in meiner grenzenlosen Güte zu ruhen.” (S 155)

Und das bringt uns wieder zum Thema Vertrauen. Wenn wir alleine beschließen, was gut und böse ist, dann kommen wir leicht zu der Schlussfolgerung, dass Gott nicht vertrauenswürdig ist. Oder wir Wayne Jacobsen es formulierte – we praktizieren ein “Gänseblümchen Christsein” (Geliebt!) wo wir zwischen “Gott liebt mich” und “Gott liebt mich nicht” hin und her schwanken, abhängig davon was gerade in unserem Leben passiert und ob wir das als “gut” oder “böse” empfinden. Immer wenn wir nicht glücklich sind mit dem was uns passiert, schliessen wir daraus, dass Gott uns nicht liebt, statt Ausschau zu halten, nach dem Guten, das Gott für uns bereithält.

Ich weiß, dass das nicht einfach ist in verschiedenen extremen Situationen. Aber warum fangen wir nicht mit einfachen Alltagssituation an, und versuchen diese durch Gottes Augen zu sehen?

Ich habe viel über dieses Thema nachgedacht. Insofern war es eine erfreuliche Überraschung als ich unlängst eine sehr enttäuschende Situation erlebte und trotzdem mitten drin mich mit meinem Urteil zurückhielt, und vertraute, dass Gott gute Pläne für seine Kinder hat.

In Gottes Gegenwart leben

In Gottes Gegenwart leben

Diese Woche möchte ich einige Zitate von Bruder Lorenz (c 1614 – 1691) mit euch teilen.

Ich lebe vor Gott – einfach, im Glauben, mit Demut und mit Liebe; und ich bemühe mich, nichts zu tun, das ihm nicht gefällt … und das ohne jeden anderen Grund als aus Liebe zu ihm, und weil er so unendlich mehr verdient hätte.

*

Indem ich die Gewohnheit fortsetze, während des Tages mit Gott zu reden, und schnell seine Vergebung zu suchen, wenn ich gefallen oder abgekommen bin, wurde seine Gegenwart einfach und natürlich für mich, obwohl sie vorher so schwierig zu erreichen schien.

*

Die allerbeste Art zu Gott zu kommen, ist einfach unsere alltäglichen Aktivitäten zu tun, ohne anderen Menschen gefallen zu wollen, sondern nur aus der Liebe zu Gott.

(gefunden auf Practice God’s Presence.com)

Bruder Lorenz (manchmal auch Lawrence oder Laurentius genannt) prägte den Ausdruck “Gottes Gegenwart praktizieren.” Seine Briefe und Unterhaltungen wurde später im gleichnamigen Buch veröffentlich (Practicing God’s Presence), das auf Deutsch “In Gottes Gegenwart leben” heisst und auf Englisch von Gutenberg.org runter geladen werden kann.

Deine Berufung finden

Deine Berufung finden

Ich habe gerade einen Blogeintrag mit dem Titel “Gnädige Ungewissheit” von Wayne Jacobsen entdeckt und wollte den folgenden Absatz mit euch teilen:

Ein Student fragte mich am Sonntagabend wie jemand herausfinden kann, was seine Berufung ist.   Ich habe geantwortet, dass die beste Möglichkeit unsere Berufung zu kennen, ist wenn wir jeden Tag in Gottes Liebe aufwachen, und dann diese Liebe aus uns herausströmen lassen während des ganzen Tages, während wir auf Gelegenheiten reagieren, die uns über den Weg laufen. Irgendwann werden wir uns dann mitten drin in dem befinden, was ihm und uns so viel Freude macht. Wir erkennen unsere Berufung meistens wenn wir zurück schauen und sehen wie Gott sich durch uns erfüllt hat, statt wenn wir versuchen das im Vorhinein heraus zu finden und eine Strategie zu entwickeln, wie wir dahin kommen.

Wir sind so gewohnt alles durch und durch zu planen, und darum wollen wir alles im Vorhinein alls herausfinden und durchdenken, anstelle von dem Herrn Schritt für Schritt zu folgen. Manchmal frage ich mich, ob das daher kommt, dass wir gerne unabhängig sind und daher nicht von Gottes täglicher Führung abhängig sein wollen. Ich glaube, dass es herausfordernd ist, aus “dem Herzen zu leben, das Jesus uns gab“, aber es ist eindeutig eine gute Sache, wenn wir lernen, diesem Herzen zu folgen.