Gott

Gottes Augen sagen Annahme – Wachssalben Malerei

Gottes Augen sagen Annahme – Wachssalben Malerei.

Gottes Augen drücken seine Annahme und Liebe aus. Inzwischen ist das für mich ganz selbst verständlich, aber das war nicht immer so. Wie sieht dein inneres Bild von Gott aus?

Gottes Lächeln * God's Smile

Die meisten Menschen übertragen ihre negative Erfahrungen mit strengen und (über-) kritischen Eltern oder Lehrer auf Gott. Vor ihrem inneren Auge sehen sie jemanden, der sie dauernd streng beobachtet, bzw. mit ihren inneren Ohren hören sie einen inneren Kritiker und denken, dass das Gott ist.

Komm, lass dich von meiner Liebe heilen!

Auch wenn ich nie bewusst eine negative Vorstellung von Gott hatte, dass er z.B. mich immer mit einem kritischen Stirnrunzeln beobachtet und darauf wartet mich bei einem Fehler zu ertappen, war es doch ein langer Weg, mir seiner Liebe und Annahme bewusst zu sein. Nicht nur ab und zu, sondern andauernd.

Sehr dazu verholfen hat eine einfache Strichzeichnung von Gottes wohlwollendem Lächeln, die lang in meinem Schlafzimmer hing. Dadurch ist es langsam in mein Bewusstsein gesickert, dass Gott auf meiner Seite ist und dass er mich annimmt, so wie ich bin. Seine Annahme war schließlich der wichtigste Faktor für meine Veränderung und innere Heilung.

Dieses Bild ist ein unvollkommener Versuch, diesen einladenden Ausdruck von Gottes Augen wiederzugeben, der so eine vollkommene Annahme ausstrahlt.

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Wir alle sehen in Christus mit unverhülltem Gesicht die Herrlichkeit Gottes wie in einem Spiegel. Dabei werden wir selbst in das Spiegelbild verwandelt und bekommen mehr und mehr Anteil an der göttlichen Herrlichkeit. Das bewirkt der Herr durch seinen Geist. 2. Kor 3,18

Geborgen in Gottes Hand – Wachssalben Malerei

Geborgen in Gottes Hand – Wachssalben Malerei

Bilder oder Skupturen, wo ein Baby in einer großen Hand liegt, haben in mir sehr viel Sehnsucht ausgelöst. Ich wünschte mir diese Geborgenheit in Gottes Hand, aber dachte wohl unbewusst, dass für so große Menschen wie mich nicht genug Platz in so einer Hand ist.

In God's Hand - In Gottes Hand
In God’s Hand – In Gottes Hand

Komm, lass dich in meine Hände fallen!

Wer mich kennt, weiß dass ich relativ groß bin (1,80m). So passiert es nicht selten, wenn ich mich in einer Gruppe befinde und mich umschaue, dass ich feststelle, dass mir fast alle nur bis zur Schulter oder zum Kinn reichen. Auf der anderen Seite passiert es eher selten, dass andere mich als schwach, hilfsbedürftig empfinden und sich gedrängt fühlen, mir zu helfen oder mir tröstend den Arm um die Schulter zu legen. Dabei brauche ich das genauso sehr wie andere Menschen.

Diesen Eindruck habe ich dann auf Gott übertragen und unbewusst gedacht, dass ich immer stark sein muss, weil Gott damit beschäftigt ist, kleine zierliche Menschen zu trösten und ihnen zu helfen.

Manche kennen vielleicht die Skulpturen wo ein Baby in Gottes Hand liegt, oder ein Kind den Kopf in eine schützende Hand legt. Die haben in mir immer sehr viel Sehnsucht ausgelöst, denn ich dachte unbewusst, dass für so große Menschen wie mich nicht genug Platz in so einer Hand ist. Bis Gott mir eines Tages das innere Bild schenkte, welches mir zeigte, dass in Gottes Hand sehr wohl genug Platz ist – auch für große Menschen wie mich.

 

Ich habe dir meine Worte in den Mund gelegt und dich sicher in meiner Hand geborgen. Jes 51,16

Dreieinigkeit

Das ist ein Projekt an dem ich schon länger arbeite. Die Skizze habe ich vor vielen Monaten gemacht. Mehrere Bilder der letzten Monate waren Studien in Vorbereitung für das eigentlich Bild. Selbst das ist noch nicht das “echte”. Ich will es nämlich auf drei Keilrahmen verteilen. Außerdem ist dieses hier in Aquarell und das eigentliche wird in Acryl sein. Aber es ist ein Schritt weiter.
Dreieinigkeit * Trinity
Dreieinigkeit * Trinity

Perichorese

Das folgende Bild beruht auf einem theologischen Wort, Perichorese, das einen Aspekt der Dreieinigkeit beschreibt. Vor vielen Jahren hörte ich eine Predigt über das Thema, wobei der Prediger das Wort als einen Art Tanz umschrieb, der in vollkommener Weise einerseits Harmonie zwischen den drei Personen, anderseits Individualität, und trotzdem vollkommene Rücksichtnahme für einander verbindet.
Das hatte ich im Hinterkopf als ich das Bild malte.
Perichorese * Perichoresis
Perichorese * Perichoresis

Gottes Liebe mitteilen

Franz von Assisi sagt:

Weißt du nicht, dass jeder der dir im Laufe des Tages begegnet, in dir etwas von der Liebe Gottes sehen soll?

Ist so etwas überhaupt möglich? Ja, aber nicht dadurch, dass man sich anstrengt und abmüht, sondern nur dadurch, dass man die “Vorhänge” des Herzens offen lässt, damit das Licht des Heiligen Geistes hinein dringen kann.

~ Corrie ten Boom (in Dies ist der Tag)

Gut oder Böse?

Gut oder Böse?

Die folgenden Zitate sind Teil eines Gespräches im Buch „Die Hütte” die ich absichtlich ausgelassen habe im letzten Blogpost (Augen die sehen).

Gott erklärt Mac dort, warum unsere Parameter für die Entscheidung was gut ist und was schlecht (oder böse) ist, häufig falsch sind.

“Böse ist ein Wort, das wir verwenden, um die Abwesenheit des Guten zu beschreiben, so wie wir das Wort ‘Dunkelheit’ benutzen, um die Abwesenheit des Lichtes zu beschreiben, oder ‘Tod’, um die Abwesenheit von Leben. Sowohl Böse wie auch die Dunkelheit kann man nur in Relation zu dem Licht und dem Guten begreifen; sie besitzen keine wirkliche Existenz. Ich bin Licht, und ich bin gut. Ich bin Liebe, und in mir gibt es keine Dunkelheit. Das Licht und das Gute exisiteren wirklich. Wenn du dich also vor mir verschliesst, stürzt du dich damit selbst in die Dunkelheit. Wenn du dich für unabhängig erklärst, wird dadurch zwangsläufig Böses entsstehen, denn getrennt von mir kanns tu dich nur auf dich selbst stützen. Das ist der Tod, denn du hast dich von mir getrennt: dem Leben.” (pp. 155-156)

Ich habe viel darüber nachgedacht und fand es sehr hilfreich. Solange wir zwischen Gut und Böse basierend auf unseren subjektiven Gefühlen und Wahrnehmung entscheiden, werden wir oft daneben hauen und nicht merken, dass “böse” Dinge “gut” für uns sein können. Das wird im Gegenzug unser Vertrauen in Gott untergraben. Nur wenn wir begreifen, dass Gottes Gegenwart Dinge gut macht und seine Abwesenheit Dinge schlecht oder böse macht, dann können wir verstehen, dass “in manchen Fällen das Gute darin bestehen kann, Krebs zu bekommen oder sein gesamtes Vermögen zu verlieren – oder sogar das Leben.”

Es sind oft Probleme, die uns in Gottes Gegenwart treiben, unseren Charakter formen und uns in sein Ebenbild verwandeln. Leider scheinen die schwierigen Zeiten oft das einzige zu sein, wodurch wie lernen und Veränderung erleben.

Das wirft auch ein anderes Licht auf unser Bestreben nach Unabhängigkeit. Von Gott unabhängig zu sein, bedeutet vom Weinstock getrennt zu sein. Wir sind berufen in ihm zu bleiben, an ihm zu bleiben, mit ihm verbunden zu bleiben, weil wir ohne ihn nichts tun können (Joh. 15,5). Eine sehr bekannte Bibelstelle, aber wie oft gelingt es uns, das in die Praxis umzusetzen?

Was heißt es, das zu praktizieren?

Hier ist was Mac von Gott zu diesem Thema gesagt bekam:

„Du musst aufhören auf dein Recht zu bestehen, Gut und Böse selbst zu definieren. Das zu schlucken ist wirklich ein harter Brocken. Du must dich entscheiden, ganz und ausschliesslich in mir zu leben. Das kannst du nur, wenn du mich gut genug kennst, um mir zu vertrauen und zu lernen, in meiner grenzenlosen Güte zu ruhen.” (S 155)

Und das bringt uns wieder zum Thema Vertrauen. Wenn wir alleine beschließen, was gut und böse ist, dann kommen wir leicht zu der Schlussfolgerung, dass Gott nicht vertrauenswürdig ist. Oder wir Wayne Jacobsen es formulierte – we praktizieren ein “Gänseblümchen Christsein” (Geliebt!) wo wir zwischen “Gott liebt mich” und “Gott liebt mich nicht” hin und her schwanken, abhängig davon was gerade in unserem Leben passiert und ob wir das als “gut” oder “böse” empfinden. Immer wenn wir nicht glücklich sind mit dem was uns passiert, schliessen wir daraus, dass Gott uns nicht liebt, statt Ausschau zu halten, nach dem Guten, das Gott für uns bereithält.

Ich weiß, dass das nicht einfach ist in verschiedenen extremen Situationen. Aber warum fangen wir nicht mit einfachen Alltagssituation an, und versuchen diese durch Gottes Augen zu sehen?

Ich habe viel über dieses Thema nachgedacht. Insofern war es eine erfreuliche Überraschung als ich unlängst eine sehr enttäuschende Situation erlebte und trotzdem mitten drin mich mit meinem Urteil zurückhielt, und vertraute, dass Gott gute Pläne für seine Kinder hat.

Gottes Annahme verdienen

Gottes Annahme verdienen

Warum möchten sich so viele Menschen Gottes Annahme verdienen, obwohl er doch bereits alles Erdenkliche dafür getan hat, uns zu beweisen, dass wir schon angenommen sind? Vielleicht fühlen sie sich sicherer, wenn sie das Gefühl haben, die Beziehung kontrollieren zu können. Vielleicht befürchten sie auch, dass sie Gnade als Ausrede heranziehen würden, um ihre selbstsüchtigen Wünsche verfolgen zu können, wenn sie sich die Annahme nicht länger verdienen müssten. Möglicherweise wünschen sie ja gar keine Beziehung zu ihm, sondern wollen nur, dass er ihnen in Notlagen hilft, oder sind nur auf den begehrten Freifahrschein in den Himmel aus. (S 178)

Wenn Sie nie die Freude erlebt haben, einfach in Gottes Annahme zu leben, anstatt sie sich verdienen zu wollen, dann haben Sie die aufregendste Zeit in Christus noch vor sich. Wer lernt, aus einer echten Liebesbeziehung mit dem Gott des Universums heraus zu leben, wird vollmächtiger, fröhlicher und rechtschaffener leben als alle, die die Angst vor seinem Gericht antreibt. (S 181)

aus “Geliebt” von Wayne Jacobsen.

Sprache des Herzens

Während der letzten Woche habe ich in Gedanken die Anbetungszeit für den Englisch-sprachigen Abendgottesdienst vorbereitet. Nach einiger Zeit merkte ich, dass alle Lieder, die mir einfielen, ein ähnliches Thema hatten – Gott unsere Zuflucht in schwierigen Zeiten. Als ich mir dann die Liedtexte näher ansah, fiel mir auch auf, dass alle

  • von Psalmen inspiriert waren, und
  • Bilder und Symbole verwendeten, in denen sie Gott als Zuflucht, Burg, Zufluchtsort, hohen Fels, Rüstung, Schild, usw beschrieben. Mein Lieblingsbild ist der “Schatten seiner Flügel”.

Das erinnerte mich an etwas, das ich von Leanne Payne gelernt habe – Symbole sind die Sprache unseres Herzens. Sie spechen uns in einer Tiefe an, mit der keine verkopfte Lehre konkurieren kann.

Kein Wunder also, dass diese Lieder so zu mir sprechen. Preist den Herrn für die Autoren der Psalmen, die diese Worte als Erste aufschrieben und für jene, die daraus Anbetungslieder machten.

Eines meiner Lieblingslieder ist von Hillsongs Australia:

Hide me now
Under Your wings
Cover me
Within Your mighty Hand.

When the oceans rise and thunders roar
I will soar with You above the storm
Father, You are King over the flood
I will be still and know You are God

Find rest my soul
In Christ alone
Know His power
In quietness and trust

Ü:

Verbirg mich jetzt
unter deinen Flügeln,
Bedecke mich
mit deiner mächtigen Hand.

Wenn die Meere sich erheben
und der Donner grollt
werde ich mich mit dir
über den Sturm erheben.
Vater, du bist der König
über den Fluten
Ich bin still und weiß
du bist Gott.

Komm zur Ruhe meine Seele
in Christus alleine
Kenne seine Macht
in Stille und Vertrauen.

Ich bete, dass dich das auch segnet.

Gott redet durch Schmerz

Nachdem ich den letzten Eintrag geschrieben hatte, fiel mir die Parallele zu einem Zitat ein, dass mir vor 10 Jahren sehr wichtig wurde, und über das ich seither immer wieder nachgedacht habe.

„Eine bedeutsame Frage, die uns einer unserer seelsorgerlichen Berater damals vorlegte, war: Wirst du dich mit deinem Schmerz beschäftigen, den du als Folge deiner Zerbruchserfahrung erlebst, und dich dagegen wehren, ODER wirst du zulassen, dass dieser Schmerz zu einem Umfeld wird, in dem Gott zu dir über Dinge sprechen kann, die er als äußerst wichtig erachtet? Du hast die Wahl.

… Es war keine einmalige Entscheidung. Wir mussten sie im Laufe der Zeit immer wieder treffen. … Sollen wir den Schmerz bekämpfen oder lassen wir zu, dass dieser Schmerz eine Atmosphäre bewirkt, in der Gott zu uns reden kann? Meisten, haben wir uns für die zweite Möglichkeit entschieden.“

(aus “Rebuilding Your Broken World” by Gordon MacDonald, auf Deutsch “Wenn alles zerbricht” http://www.amazon.de/alles-zerbricht-Schritte-pers%C3%B6nlichen-Neuanfang/dp/3925352333/ref=sr_1_33?ie=UTF8&s=books&qid=1199701781&sr=8-33)

Im Blick auf meinen letzten Eintrag – hier scheint ein ähnliches Prinzip zu wirken – nur wenn wir den Schmerz aushalten, kann Gott an den tieferen Schichten unseres Seins arbeiten, an den Dingen, die wir sonst gerne mit verschiedenen Ersatzbefriedigungen übertönen und uns nur ungern den zugrunde liegenden Problemen stellen.

Sicherheit

Wir alle brauchen Sicherheiten, manche mehr, andere weniger.

In einem Gespräch mit einer Kollegin letzte Woche wurde mir bewusst, wie sehr mir die Unsicherheit, Ungewissheit, Unklarheit der Zukunft zu schaffen macht. Ich tue mir unheimlich schwer, nicht zu wissen, wie es ab Juli genau weitergeht. OK, es gibt Überlegungen und Pläne über Juli hinaus, und im Moment spricht nichts dagegen, diese auch umzusetzen. Aber dann gibt es Situationen, wo ich praktische Vorbereitungen treffen möchte, und nicht die innere Freiheit habe. Das verunsichert mich sehr. Warum scheint mich Gott einzubremsen? Was spricht dagegen, manche Dinge umzusetzen? Ist vielleicht irgendetwas ganz anderes dran, von dem ich nichts ahne? Ich tue mir echt schwer damit. Im Gespräch merkte ich dann, dass ich versucht bin, in anderen Bereichen Sicherheiten zu schaffen, indem ich langfristige Entscheidungen treffe, die noch nicht dran sind. Die Kollegin meinte, dass Gott mich vielleicht lehren möchte, in der Gegenwart zu leben und nicht meine Sicherheit in einer durchplanten Zukunft zu suchen. Vielleicht will der Herr selber in dieser Unsicherheit meine Sicherheit sein, mich lehren meine Sicherheit alleine in ihm zu suchen, nicht in klaren Zukunftsplänen und festen Strukturen. Wahrscheinlich hat sie recht. Nur das ist alles andere als einfach. Diese menschlichen Sicherheiten nicht zu haben, tut mir fast körperlich weh.

Heute früh kam mir der Gedanke, dass das eine Art “redemptive suffering” (wörtl. erlösendes Leiden, keine Ahnung ob es ein deutsches Äquivalent gibt) sein könnte. Den Ausdruck habe ich erst unlängst in Zusammenhang mit Abhängigkeiten gehört (weiß nicht mehr wo). Der Grundgedanke ist, dass wenn wir eine Spannung / Schmerz / Gefühl / Problem nicht aushalten können, dann tendieren wir dazu diese(n) mit einer Ersatzbefriedigung zu betäuben = Suchtverhalten. Wir leiden dann in weiterer Folge an den Auswirkungen des Suchtverhaltens, z.B. Gesundheitsprobleme, Übergewicht, Kater, etc. Wenn wir uns dieser Ersatzbefriedigung/Betäubung der Gefühle versagen, dann leiden wir auch. Aber diese zweite Art zu leiden ist “redemptive” (erlösend), weil Gott dann an dem eigentlichen Problem arbeiten kann.

Vermutlich ist das genau die Spannung, die ich im Moment erlebe. Es scheint fast unerträglich die Unsicherheit auszuhalten, aber nur wenn ich bereit bin, sie mit Gottes Hilfe auszuhalten, werde ich das Ergebnis erleben, das Gott sich dabei gedacht hat.

Ihr könnt also mitbeten, dass ich Gott nicht aus der Schule laufe.