vertrauen

Lass dich tragen – Wachsalben Malerei

Komm, lass dich tragen!

Als Petrus Jesus auf dem Wasser gehen sah, glaubte er, dass er das auch könnte, wenn Jesus ihm den Auftrag dazu gibt. Und so war es auch. Jesus sagte, „Komm!“ und für eine kurze Zeit konnte Petrus auf dem Wasser gehen. Wie Jesus. Als er dann aber anfing auf die Höhe der Wellen zu schauen (Umstände), begann er zu sinken.

Step by Faith * Glaubensschritt
Step by Faith * Glaubensschritt

Ich bin zwar selber noch nie auf dem echten Wasser gegangen, aber im übertragenen Sinne schon oft. In meinem Unterwegssein mit Jesus passierte es unzählige Male, dass Jesus mich zu etwas aufforderte, das unmöglich schien. In solchen Situationen, erlebte ich immer wieder, dass wenn ich Jesus vertraute, wurde das scheinbar Unmögliche möglich. Meine Aufgabe war es, einfach im Gehorsam seinen Auftrag auszuführen, und ihm das Ergebnis zu überlassen.

Glauben heißt für mich jeden Tag neu „auf dem Wasser gehen“, in der Abhängigkeit von Jesus Dinge tun, die mir unmöglich scheinen.

 

Herr, zeige mir den richtigen Weg, damit ich in Treue zu dir mein Leben führe! Lass es meine einzige Sorge sein, dich zu ehren und dir zu gehorchen!  Ps 86,11

Gut oder Böse?

Gut oder Böse?

Die folgenden Zitate sind Teil eines Gespräches im Buch „Die Hütte” die ich absichtlich ausgelassen habe im letzten Blogpost (Augen die sehen).

Gott erklärt Mac dort, warum unsere Parameter für die Entscheidung was gut ist und was schlecht (oder böse) ist, häufig falsch sind.

“Böse ist ein Wort, das wir verwenden, um die Abwesenheit des Guten zu beschreiben, so wie wir das Wort ‘Dunkelheit’ benutzen, um die Abwesenheit des Lichtes zu beschreiben, oder ‘Tod’, um die Abwesenheit von Leben. Sowohl Böse wie auch die Dunkelheit kann man nur in Relation zu dem Licht und dem Guten begreifen; sie besitzen keine wirkliche Existenz. Ich bin Licht, und ich bin gut. Ich bin Liebe, und in mir gibt es keine Dunkelheit. Das Licht und das Gute exisiteren wirklich. Wenn du dich also vor mir verschliesst, stürzt du dich damit selbst in die Dunkelheit. Wenn du dich für unabhängig erklärst, wird dadurch zwangsläufig Böses entsstehen, denn getrennt von mir kanns tu dich nur auf dich selbst stützen. Das ist der Tod, denn du hast dich von mir getrennt: dem Leben.” (pp. 155-156)

Ich habe viel darüber nachgedacht und fand es sehr hilfreich. Solange wir zwischen Gut und Böse basierend auf unseren subjektiven Gefühlen und Wahrnehmung entscheiden, werden wir oft daneben hauen und nicht merken, dass “böse” Dinge “gut” für uns sein können. Das wird im Gegenzug unser Vertrauen in Gott untergraben. Nur wenn wir begreifen, dass Gottes Gegenwart Dinge gut macht und seine Abwesenheit Dinge schlecht oder böse macht, dann können wir verstehen, dass “in manchen Fällen das Gute darin bestehen kann, Krebs zu bekommen oder sein gesamtes Vermögen zu verlieren – oder sogar das Leben.”

Es sind oft Probleme, die uns in Gottes Gegenwart treiben, unseren Charakter formen und uns in sein Ebenbild verwandeln. Leider scheinen die schwierigen Zeiten oft das einzige zu sein, wodurch wie lernen und Veränderung erleben.

Das wirft auch ein anderes Licht auf unser Bestreben nach Unabhängigkeit. Von Gott unabhängig zu sein, bedeutet vom Weinstock getrennt zu sein. Wir sind berufen in ihm zu bleiben, an ihm zu bleiben, mit ihm verbunden zu bleiben, weil wir ohne ihn nichts tun können (Joh. 15,5). Eine sehr bekannte Bibelstelle, aber wie oft gelingt es uns, das in die Praxis umzusetzen?

Was heißt es, das zu praktizieren?

Hier ist was Mac von Gott zu diesem Thema gesagt bekam:

„Du musst aufhören auf dein Recht zu bestehen, Gut und Böse selbst zu definieren. Das zu schlucken ist wirklich ein harter Brocken. Du must dich entscheiden, ganz und ausschliesslich in mir zu leben. Das kannst du nur, wenn du mich gut genug kennst, um mir zu vertrauen und zu lernen, in meiner grenzenlosen Güte zu ruhen.” (S 155)

Und das bringt uns wieder zum Thema Vertrauen. Wenn wir alleine beschließen, was gut und böse ist, dann kommen wir leicht zu der Schlussfolgerung, dass Gott nicht vertrauenswürdig ist. Oder wir Wayne Jacobsen es formulierte – we praktizieren ein “Gänseblümchen Christsein” (Geliebt!) wo wir zwischen “Gott liebt mich” und “Gott liebt mich nicht” hin und her schwanken, abhängig davon was gerade in unserem Leben passiert und ob wir das als “gut” oder “böse” empfinden. Immer wenn wir nicht glücklich sind mit dem was uns passiert, schliessen wir daraus, dass Gott uns nicht liebt, statt Ausschau zu halten, nach dem Guten, das Gott für uns bereithält.

Ich weiß, dass das nicht einfach ist in verschiedenen extremen Situationen. Aber warum fangen wir nicht mit einfachen Alltagssituation an, und versuchen diese durch Gottes Augen zu sehen?

Ich habe viel über dieses Thema nachgedacht. Insofern war es eine erfreuliche Überraschung als ich unlängst eine sehr enttäuschende Situation erlebte und trotzdem mitten drin mich mit meinem Urteil zurückhielt, und vertraute, dass Gott gute Pläne für seine Kinder hat.

Warten auf Klarheit

Nun muss ich hier endlich aufholen. In meinem englischen Blog habe ich in letzter Zeit mehrere Zitate erwähnt, aber nicht die Zeit gehabt, sie sofort zu übersetzen. Also, hier sind sie:

Beten um Klarheit -
Das habe ich in den letzten Monaten oft gemacht und auch andere darum gebeten. Insofern ist folgendes Buchzitat sehr relevant:

Als der brilliante Moralist John Kavanaugh für drei Monate im “Haus der Sterbenden” in Kalkuta arbeitete, suchte er eine klare Antwort auf die Frage, wie er den Rest seines Lebens verbringen soll. Am ersten Morgen dort traf er Mutter Theresa. Sie fragte ihn, “Und was kann ich für dich tun?” Kavanaugh bat sie, für ihn zu beten. “Was möchtest du, dass ich für dich bete?” fragte sie. Er äußerte das Anliegen, das er tausende von Kilometern von den USA mit sich gebracht hatte: “Bete, dass ich Klarheit habe.”
Sie antwortete sehr bestimmt, “Nein, das werde ich nicht tun.” Wenn er sie fragte warum, sagte sie, “Klarheit ist das letzte woran du dich klammerst und das du loslassen musst.” Wenn Kavanaugh die Bemerkung machte, dass sie immer die Klarheit zu haben schien, die sie wollte, lachte sie und sagte, “Ich habe nie Klarheit gehabt; was ich immer hatte war Vertrauen. Ich werde für dich beten, dass du Gott vertraust.”

(aus Brennan Manning, Ruthless Trust, Harper San Francisco, © 2000, S 5, in John Wile, The Crossroads of Decision, May 2007, Encouragement Online Magazin, http://www.barnabas.org/magazine.php)

Warten -
Nachdem es in letzter Zeit meine Hauptaufgabe war, “auf Gott zu warten”, fand ich das folgende Zitat sehr interessant und hilfreich:

Während wir auf den Herrn warten, sollen wir weiterhin gute Daten sammeln, gottesfürchtige Ratschläge suchen, und sogar anfangen, erste Schritte zu gehen. Gott leitet uns oft in diesem Prozess während wir seine Führung suchen. Wenn wir Gott seinen rechtmäßigen Platz in allen Dingen geben, verspricht er uns, seinen persönlichen Rat mit uns zu teilen. Das hebräische Wort sod in Psalm 25,14 und Sprüche 3,32 kann man mit “geheimen vertraulichen Rat” übersetzen, und er ist für jene da, die Gott fürchten und suchen.

(aus The Stress Factor: Internal Stress and Making Decisions, by Lee Hotchkiss, in Encouragement, the online magazine, http://www.barnabas.org/magazine.php?release=2007-05&ar_id=9)

Tod oder Leben

“In Gottes Wirtschaft ist es so, dass wo immer etwas stirbt, wird neues Leben entstehen.”

Eine Freundin hatte diesen Auspruch auf einer Konferenz gehört. Als wir darüber sprachen, wurde mir bewusst, wie sehr sich das auf mich und auf das letzte halbe Jahr anwenden läßt. Ja, es gab einige schwerwiegende Verlusterfahrungen (Tod), die ich betrauen musste. Vielleicht die schwierigste war “verlorenen Zeit” und ich bin noch immer dabei zu lernen, was es heißt, diese zu betrauern. Die Aussage ermutigt mich, erwartungsvoll auf Gott zu schauen, und was er aus diesen Verlusten machen wird (neues Leben). Ich kann bereits einige guten Dinge sehen die daraus entstanden, dass ich länger Zeit in der Hauptstadt festsaß (bis das Auto fertig repariert war): neue Beziehungen, die das Potential für tiefere Freundschaften haben; wichtige Lernprozesse in meiner Beziehung zum Herrn (z.B. mehr von ihm abhängig zu sein, und nicht von anderen Dingen, wie meine Fähigkeit Dinge zu bewerkstelligen); Gelegenheiten für Forschungsarbeit, die ich nicht geplant hatte; hilfreiche Kontakte mit Leuten, die kurz danach das Land verließen.

(Nachtrag von Dezember)

Lobpreisopfer

Die folgende zwei Lieder habe ich in letzter Zeit öfter gesungen. Manchmal war es ein echtes Lobpreis-OPFER war, ein Bekenntnis im Glauben, weil es im krassen Widerspruch schien, zu dem was ich gerade erlebte.

Denn du bist groß
ein Gott der Wunder tut.
Du bist Gott allein
weis mir den Weg o, Herr.
Ich will wandeln vor dir
erhalt mein Herz in deiner Furcht.
Dich nur preise ich Herr mein Gott
von ganzem Herzen
und deinem Namen
geb ich Ehr
in Ewigkeit.
(Gitta Leuschner/Melodie: Marion Warrington)
Meine Zeit steht in deinen Händen.
Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.
Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.(Peter Strauch)